Ein riesiger Turniersaal, überall konzentrierte Gesichter und eine spürbare Anspannung: 300 Mannschaften mit mehr als 1300 Schachspielerinnen und Schachspieler aus ganz NRW sitzen an langen Tischreihen. Die Bretter sind aufgebaut, die Uhren bereit. Noch wird leise gesprochen – doch kaum fällt das Startsignal, wird es plötzlich ganz still. Ab diesem Moment geht es nur noch um die nächste Idee, den richtigen Zug und einen kühlen Kopf. Genau so begann für unsere Schüler die NRW-Meisterschaft im Schulschach.
In der Wettkampfklasse III gingen Ümit (7c), Luchian (8d), Kais (8a) und Junis (8b) für unsere Schule und als Wuppertaler Stadtmeister an den Start. Und man kann wirklich sagen: Das hat sich gelohnt. Mit Platz 33 landete das Team im soliden Mittelfeld – ein klarer Fortschritt, wenn man bedenkt, dass wir im letzten Jahr noch ganz hinten im Feld zu finden waren. Unsere Spieler ließen sich von stärkeren Gegnern nicht einschüchtern und konnten immer wieder eigene Akzente setzen.
Unser aktueller Schulmeister Ümit hatte viele Herausforderungen an Brett 1, hielt aber stark dagegen und schaffte sogar einen Sieg gegen einen Gegner mit 1400 ELO. Luchian sammelte mit 4 aus 7 Punkten die meisten Zähler für das Team. Kais – unser erster Schulmeister – und der wettkampferprobte Junis steuerten jeweils 3 aus 7 Punkten bei und sorgten ebenfalls für wichtige Ergebnisse.
Für die Wettkampfklasse II war bereits die Teilnahme am Landesfinale durch den zweiten Platz bei der Stadtmeisterschaft ein großer Erfolg. Mirac (Q1), Volodymyr (10c), Joshua (Q1), Lernet (10a), Bjarne (10a), Leonard (8b) und Szymon (8b) traten für unsere Schule an.
Auf Landesebene wartete dann erwartungsgemäß ein anderes Kaliber an Gegnern in der Schulschach-Meisterklasse. Trotzdem zeigte unser Team in vielen Partien, dass es mithalten kann. Immer wieder entstanden gute Stellungen, und oft fehlte am Ende nur eine Kleinigkeit oder eben auch ein bisschen Glück. Besonders stark waren die Siege von Mirac, Volodymyr und Joshua an den vorderen Brettern, den Top-Scorer Bjarne mit starken 4 aus 6 Punkten und Lernet mit 3 aus 6 Punkten.
Am Ende stand Platz 43. Das klingt vielleicht zunächst nach einem Ergebnis im hinteren Bereich, wird der Leistung aber nicht ganz gerecht. Viel wichtiger ist, dass die Mannschaft Turniererfahrung sammeln konnte und gesehen hat, dass sie auf diesem Niveau durchaus mithalten kann.
Die Anreise nach Hamm lief dank vieler hilfsbereiter Eltern völlig unkompliziert über Fahrgemeinschaften – dafür an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön! Ein großer Dank geht auch an unseren Förderverein, der unsere Schachfreunde mit Pizza versorgt hat. Das kam genau zur richtigen Zeit und hat die Stimmung zwischen den Runden nochmal deutlich gehoben.
Insgesamt war das – von der Deutschen Schachjugend organisierte – Landesfinale für alle Beteiligten ein spannendes Schach-Event. Unsere Teams haben sich gut präsentiert und dabei viel gelernt. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr!




































































































